Das Konzept des neuen BG Klinikum Hamburg nutzt die schöne Lage am Geesthang im Stadtteil Boberg als Ausgangspunkt. Durch die Aufteilung des Gesamtvolumens in mehrere Gebäude wird die große Programmdichte des Krankenhauses erfolgreich in eine kleinmaßstäblich, landschaftlich eingebettete Struktur übersetzt – eine klimaresiliente Struktur, die sich sanft in die Landschaft einfügt.
Die einzelnen Gebäude sind um eine zentrale, landschaftlich gestaltete Zugangsachse gruppiert, die im Süden als „Healing Path“ und im Zentrum als „Public Path“ dient. Die funktionale Struktur reduziert Nutzungskonflikte, vereinfacht die Bauphasen, ermöglicht Erweiterungen und erfüllt spezifische Anforderungen an Ruhe, Privatsphäre und soziale Teilhabe.
Die topografische Situation mit den Höhenunterschieden wird strategisch genutzt: Das verbindende Untergeschoss mit Logistik, Parkierung und Versorgungseinheiten ist in den Hang integriert. Die Lage des Hubschrauberlandeplatzes und der Notfallachse an einem zentralen Knotenpunkt schafft maximale Effizienz in der Behandlung.
Das Design ist eine campusähnliche Struktur mit vernetzten Elementen. Die daraus resultierende „unbestimmte Architektur“ erlaubt Aneignung und Wandel und trägt so dem langen Lebenszyklus eines Krankenhauses Rechnung. Das BG Klinikum Hamburg wird somit nicht nur als funktionale Maschine konzipiert, sondern als sozialer, landschaftsintegrierter und atmosphärisch wirkungsvoller städtischer Baustein für Vertrauen, Motivation und Heilung.