Das 4.-Mai-Kolleg wurde 1950 als lebendiges Denkmal für den dänischen Widerstandskampf während des Zweiten Weltkriegs eingeweiht und basierte auf starker Gemeinschaft sowie gegenseitiger Toleranz. Die Sanierung der bestehenden Gebäude revitalisiert die räumlichen Qualitäten durch eine Erweiterung des Kollegs sowie durch die Neuorganisation und Stärkung der Gemeinschaftsbereiche.
Natürliche und wiederverwendbare Materialien
Der Erweiterungsbau des Wohnflügels umfasst neue Zimmer für 60 Alumni, Sanitäranlagen und Küchen. Die Erweiterung ist mit einer Ziegelverblendung ausgeführt, einer modernen Interpretation des roten Ziegels der bestehenden Fassaden. Die Oberflächen des Gebäudes bestehen überwiegend aus natürlichen und wiederverwendbaren Materialien wie Holz, Ziegel, Naturstein und Beton. Eine verglaste Verbindung zwischen dem bestehenden und dem neuen Gebäude trennt und verbindet die Baukörper zugleich.
Der niedrigere Teil der Anlage mit Speisesaal, Küche, Fernsehraum und Hausmeisterwohnung wurde zu einem großzügigen, repräsentativen Eingangsbereich sowie zu einem offenen und zugänglichen Speisesaal mit moderner Küche umgestaltet. Im östlichen Wohnflügel wurde ein großes, zusammenhängendes Gartengeschoss geschaffen, das sich zum gemeinschaftlichen Garten öffnet. Eine neue Glasfassade im Gartengeschoss bringt Tageslicht in die verschiedenen Gemeinschaftsräume, die unter anderem als Fernsehraum, Lernräume, Fitnessbereich und Sauna genutzt werden, und aktiviert gleichzeitig den Übergang zwischen Innen- und Außenraum.