Stadt Aalborg - Badehusvej. C.F. Møller. Photo: Anton Fensbo

Stadt Aalborg - Badehusvej

Transformation der ehemaligen Tabakfabriken von C.W. Obel in ein flexibles und zukunftssicheres Mehrbenutzergebäude, in dem eine neue Organisation funktionale Rahmenbedingungen und Synergien zwischen zahlreichen kommunalen Einrichtungen schafft.
 Stadt Aalborg - Badehusvej. C.F. Møller. Photo: Anton Fensbo
Fakta

Auftraggeber

C.W. Obel Ejendomme

Adresse

Aalborg, Danmark

Fläche

7.500 m²

Jahr

2023-2024

Ingenieur

Brix og Kamp

Die Aufgabe bestand darin, die historischen Gelbklinkergebäude aus dem Jahr 1898, die zeitweise von der Universität Aalborg genutzt wurden, zu revitalisieren und für eine vollständig neue Nutzung durch die Stadt Aalborg umzugestalten. Die architektonische Strategie bestand darin, den industriellen Charakter der Gebäude zu respektieren und zu stärken und sie gleichzeitig durch robuste, flexible Strukturen und klare Wegführungsmaßnahmen auf ein zeitgemäßes Niveau zu heben. Die ursprünglichen Qualitäten – großzügige Geschosshöhen, Sheddächer, ein taktvoller Fassadenrhythmus und solide Materialien – wurden als tragende Elemente des Entwurfs beibehalten.

Auf Gebäudeebene ist jedes Geschoss einer eigenen Funktion zugeordnet, jedoch durch strategisch positionierte Treppenkerne zusammengehalten. Diese fungieren als Schlüsselräume mit gemeinschaftlichen Einrichtungen wie Sanitärkernen und größeren Besprechungsräumen, wodurch der Flächenverbrauch minimiert und eine optimale Nutzung durch unterschiedliche Nutzergruppen sichergestellt wird. Das oberste Geschoss beherbergt das Zentrum für psychische Gesundheit, in dem intime Gesprächsräume mit großen, lichtdurchfluteten Kursräumen unter den sanierten Sheddächern kombiniert werden. Die darunter liegenden Geschosse umfassen Büros, einen Trainingsraum für Bürger mit eingeschränkter Mobilität, Unterrichtsräume mit Deckenliftern sowie Dusch- und Umkleidemöglichkeiten. Im Erdgeschoss werden ein Bürgerbüro, Kliniken und eine gemeinsame Kantine eingerichtet, die sich zum Innenhof orientiert.

Nutzerbeteiligung und Bepflanzung

Die Materialwahl ist durchgehend in einem schlichten, harmonischen Ausdruck gehalten, der differenzierte Identitäten innerhalb eines zusammenhängenden Ganzen ermöglicht. Die Nutzerbeteiligung war von zentraler Bedeutung und hat eine ausgewogene Lösung über viele Akteure hinweg sichergestellt.

Ein innerer Hofraum wurde in ein grünes Aufenthalts- und Ankunftsmilieu verwandelt, in dem Autos durch Fahrräder ersetzt und Bepflanzungen aktiv eingesetzt werden, um einen gesunden und erholsamen Stadtraum zu fördern. Die funktionalen Anforderungen an Zugang, Logistik und Aufenthalt werden mit einem maximalen Grünprofil und einem verbesserten Mikroklima in Einklang gebracht.

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