Der Entwurf denkt den Unternehmenssitz als zeitgemäßes Campus-Wahrzeichen neu – eines, das die technologische Kultur von Rohde & Schwarz widerspiegelt und Interaktion, Wissensaustausch sowie Flexibilität fördert. Das Design ist um ein klares Supergrid organisiert, das als strukturelles Rückgrat des Konzepts Transparenz, räumliche Vernetzung und Anpassungsfähigkeit im gesamten Arbeitsumfeld gewährleistet. Das Gebäude setzt einen markanten Akzent im sich wandelnden Werksviertel und wahrt zugleich die Kontinuität zum bestehenden Rohde & Schwarz-Campus.
Das Hauptquartier besteht aus einem fünfgeschossigen Sockelgebäude um ein zentrales Atrium sowie einem 65 Meter hohen Turm, der sich aus der südöstlichen Ecke des Grundstücks erhebt. Die orthogonale Komposition orientiert sich am Rahmenplan des Stadtteils und erzeugt eine klare, unverwechselbare Silhouette in der lokalen Skyline. Das architektonische Erscheinungsbild wird durch geneigte Strukturpilaster geprägt, die sichtbare Geschossdecken tragen und eine tektonische Formensprache erzeugen, die Robustheit mit Präzision verbindet. Die Fassade tritt in Dialog mit dem städtischen Kontext und vermittelt zugleich eine eigenständige, zeitgenössische Identität.
Verbindung als Leitprinzip
Im Zentrum des Projekts fungiert das Atrium als soziales und organisatorisches Herzstück. Es verbindet Showrooms, Konferenzräume, Schulungsbereiche, Arbeitsbereiche und informelle Begegnungszonen durch eine Abfolge miteinander verbundener Volumina und doppelgeschossiger Räume. Strategisch platzierte Öffnungen schaffen visuelle Verbindungen zwischen den Etagen und laden zur abteilungsübergreifenden Zusammenarbeit ein.
Die landschaftliche Integration ist ein tragendes Gestaltungsprinzip. Das Projekt stärkt die Verbindungen zum bestehenden Campus-Park und schafft neue Fußwege und öffentliche Räume, die den Rohde & Schwarz-Campus mit dem übrigen Werksviertel verknüpfen. Zurückversetzte Erdgeschosszonen, bepflanzte Bereiche und ein parkähnlicher Korridor verbessern die Zugänglichkeit, beleben den Alltag und tragen zu einem zusammenhängenden Stadtbild bei.