Frankfurt Nexus. C.F. Møller. Photo: Plankton Group

Frankfurt Nexus

Nexus Frankfurt ist als leichtes, elegantes und zeitgenössisches Hochhausensemble konzipiert, das sich harmonisch in die Skyline des Frankfurter Bankenviertels einfügt und gleichzeitig das urbane Leben durch öffentlich zugängliche Räume bereichert. Das Projekt versteht das Hochhaus als „vertikale Stadt“, in der Arbeiten, Wohnen, Kultur und Freizeit über eine durchgehende öffentliche Achse miteinander verbunden sind. Cafés, Coworking-Bereiche, Kunsträume, Dachterrassen und der öffentlich zugängliche Sky Park schaffen ein zusammenhängendes räumliches Erlebnis vom Erdgeschoss bis zur Turmspitze.
 Frankfurt Nexus. C.F. Møller. Photo: Plankton Group
Fakta

Auftraggeber

Silberturm GA 8 GmbH & Co. KG Stadt Frankfurt am Main

Adresse

Frankfurt, Germany

Fläche

94.700 m² (52.100 m² Büro, 8.500 m² Wohnen, 34.100 m² Kultur und Hotel

Jahr

2025

Ingenieur

Bollinger Grohmann

Architekt

C.F. Møller Architects

Landschaft

C.F. Møller Architects

Weitere Kooperationspartner

Transsolar

Preise
Preise
  • 3. Preis im internationalen Architektenwettbewerb. 2025

Das Ensemble liegt am Rand des Bahnhofsviertels mit Blick auf die Gallusanlage. Es besteht aus einem Büroturm, einem Wohnturm und einem Sockelbau, die jeweils eine eigene architektonische Identität besitzen, aber als Gesamtkomposition wirken. Rücksprünge und gestufte Höhen reduzieren die wahrgenommene Masse und nehmen Bezug auf die historischen Villen der Umgebung. Transparente Erdgeschosszonen mit Gastronomie, Hotel, Art Forum und Passage beleben den öffentlichen Raum entlang der angrenzenden Straßen.

Der Büroturm wird durch vertikale Einschnitte in schlanke Volumen gegliedert, die Terrassen, Dachgärten und „City Windows“ schaffen. An der Spitze befindet sich der öffentlich zugängliche Sky Park. Der Wohnturm ergänzt die Komposition mit einer ruhigen, schlanken Form und umlaufenden Balkonen. Das Wohnkonzept kombiniert geförderte und freifinanzierte Wohnungen sowie innovative Wohnformen mit Gemeinschaftsräumen für unterschiedliche Nutzergruppen.

Die Erschließung erfolgt über separate Eingänge für Büro, Hotel und Wohnen, wodurch klare Adressen und unabhängige Funktionen entstehen. Eine urbane Passage verbindet mehrere Straßenseiten und führt zu Dachterrassen und kulturellen Nutzungen. Öffentliche Räume wie Forum, Multiroom, Makers’ Café oder Ausstellungsflächen stärken die Verbindung zur Frankfurter Kunst- und Kulturszene.

Das Projekt legt großen Wert auf Nachhaltigkeit, Flexibilität und Zirkularität. Ein modulares Fassaden- und Tragwerkssystem ermöglicht langfristige Anpassungen der Nutzung. Materialien aus Bestandsgebäuden werden wiederverwendet, während neue Bauteile für Demontage und Recycling konzipiert sind.

Ein Lowtech-Gebäudekonzept kombiniert passive Verschattung, natürliche Lüftung, Photovoltaik in Fassadenlamellen und Dächern sowie Geothermie und Wärmepumpen. Regenwassernutzung, klimaresiliente Bepflanzung und biodiversitätsfördernde Freiräume ergänzen das nachhaltige Gesamtkonzept. So entsteht ein zukunftsfähiges Gebäude, das Architektur, Stadtleben, Kultur und ökologische Verantwortung miteinander verbindet.

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