Das Projekt umfasst eine tiefgreifende Aufwertung der bestehenden Gerichtsflächen mit Fokus auf optimierten Tageslichteinfall, aktualisierte Materialien und eine deutliche Reduktion des Energieverbrauchs durch neue LED-Beleuchtung und moderne Lüftungsanlagen. Gleichzeitig wird das Gerichtsgebäude um ca. 2.000 m² in den ehemaligen Tabakfabrikräumen erweitert, die hauptsächlich neue Gerichtssäle mit zugehörigen Nebenfunktionen wie Wartebereichen und Sicherheitszugängen aufnehmen.
Ungestörter Betrieb während der Bauphase
Der Richterflur und die Kantine wurden funktional und ästhetisch aufgewertet – letztere mit besonderem Fokus auf die Akustik, bei der integrierte architektonische Lösungen bessere Schallverhältnisse schaffen, ohne die Gesamtgestaltung zu beeinträchtigen.
Der Ausdruck sowohl der neuen als auch der bestehenden Bereiche folgt einem von C.F. Møller zuvor speziell für die Flächen des Gerichtsgebäudes entwickelten Gestaltungshandbuch. Dadurch werden architektonische Einheit und Kontinuität im Gesamtausdruck gesichert.
Die Aufgabe wurde mit großem Respekt vor dem ursprünglichen Charakter des Gebäudes gelöst, wobei die historische Architektur als gestalterische Qualität in die Schaffung zeitgemäßer und würdevoller Gerichtsräume einbezogen wird. Die Komplexität des Projekts wurde durch einen detaillierten, etappenweisen Ausführungsplan bewältigt – entwickelt in enger Zusammenarbeit mit den Ingenieuren –, der einen ungestörten Gerichtsbetrieb während der gesamten Bauphase gewährleistet.