Die architektonische Lösung konzentriert sich auf die Schaffung barrierefreier „Eingänge“ am nördlichen und südlichen Ende des Campus, in Form von offenen Plätzen, die den Campus mit der Stadt verbinden. Im Westen sind neue, attraktive Durchwegungen geplant, die die Grindelallee anbinden, und im Osten erweiterte Grünflächen und eine generelle Reduzierung der Hindernisse in der Landschaft. Als Ergänzung zur bestehenden modernistischen Architektur sieht der Entwurf kleinere Erweiterungen vor, um die Blockstrukturen des Campus zu vervollständigen und die Sichtbarkeit zu verbessern. Darüber hinaus ist ein größerer, gemischt genutzter Gebäudekomplex mit öffentlich zugänglichen Erdgeschossflächen und akademischen Flächen sowie studentischem Wohnen in den oberen, terrassierten Geschossen vorgesehen.
Die Materialien für das Projekt wurden sorgfältig ausgewählt, um den historischen Pflaster-Teppich zu respektieren und gleichzeitig den öffentlichen Raum durch eine optisch ansprechende Landschaftsgestaltung aufzuwerten. Die Umgestaltung der Campusgebäude umfasst die Öffnung und Umwandlung der Bibliothek in ein urbanes Wissenszentrum für alle, die Öffnung des brutalistischen Gebäudes der Wirtschaftsfakultäten zur besseren Durchwegung und Schaffung kultureller Räume; und die Einführung eines sechseckigen Glaspavillons als zentraler Treffpunkt im Campus.
Die Umgestaltung zielt darauf ab, die Integration des Campus in das umliegende Stadtgebiet zu verbessern und ihn zugänglicher, sicherer und einladender zu gestalten. Öffentliche Bereiche wie Stadträume, Einzelhandelsflächen und Restaurants steigern die Attraktivität des Campus. Das Projekt kommt sowohl der Universität zugute, indem es Entwicklungsmöglichkeiten, beispielsweise durch die Schaffung von Studentenwohnheimen, schafft, und der Stadt, die einen grüneren, attraktiveren öffentlichen Raum mit verbesserten Verkehrsanbindungen erhält.
Das Projekt ist ökologisch klimabewusst, da der Grossteil des Gebäudebestands erhalten werden kann, und begrünte, durchlässige Oberflächen erhöht werden, was zu einem besseren Mikroklima beiträgt. Innovative Designstrategien für Architektur und Landschaftsgestaltung bewahren und werten den historischen Charakter des Campus auf und schaffen gleichzeitig moderne Funktionalität und lebendige öffentliche Räume.