Thue Borgen Hasløv, partner & architect, C.F. Møller Architects - Q&A zu WoodHub mit Thue Borgen Hasløv - C.F. Møller. Photo: Peter Sikker Rasmussen
WoodHub, C.F. Møller Architects - Q&A zu WoodHub mit Thue Borgen Hasløv - C.F. Møller. Photo: Rasmus Hjortshøj
22.1.2026

Q&A zu WoodHub mit Thue Borgen Hasløv

WoodHub in Odense ist Dänemarks größtes Bürogebäude aus Holz und ein Meilenstein dänischer klimafreundlicher öffentlicher Architektur. Das von C.F. Møller Architects entworfene, 31.000 m² große Zentrum bietet 1.600 Regierungsangestellten ein flexibles, lichtdurchflutetes und naturnah gestaltetes Umfeld. Partner und Architekt Thue Borgen Hasløv, der das Projekt leitete, spricht über die Relevanz des Projekts, strategische Designentscheidungen und seine Vision für die Zukunft öffentlicher Gebäude.

 

F: Was macht WoodHub im dänischen und internationalen Kontext so bedeutend?
Thue Borgen Hasløv: WoodHub ist Dänemarks größtes Holz-Bürogebäude. Es beweist, dass Holz nicht nur für kleinere Projekte geeignet ist, sondern auch große, komplexe öffentliche Gebäude tragen kann. Das ist ein wichtiges Signal für die Zukunft des klimafreundlichen Bauens.

 

F: Warum wurde Holz als Hauptmaterial gewählt?
Hasløv: Holz speichert Kohlenstoff, reduziert die CO₂-Bilanz des Gebäudes und sorgt für ein gesundes, warmes Raumklima. Die Kombination aus Brettschichtholz (Glulam) und Brettsperrholz (CLT) bietet sowohl strukturelle Festigkeit als auch eine hohe haptische Qualität.

WoodHub, C.F. Møller Architects - Q&A zu WoodHub mit Thue Borgen Hasløv - C.F. Møller. Photo: Rasmus Hjortshøj

F: Warum ist die Fassade nicht aus Holz?
Hasløv: Die größten CO₂-Einsparungen werden durch die tragende Holzkonstruktion erzielt, die auch die Atmosphäre im Inneren maßgeblich prägt. Die Fassadenstruktur hinter der Verkleidung besteht zwar aus Holzkassetten, für die äußere Hülle wünschte sich der Kunde jedoch eine wartungsfreie Lösung. Daher haben wir uns für recyceltes Aluminium in rotbraunen Tönen entschieden, das harmonisch mit der umgebenden Ziegelarchitektur korrespondiert.

 

F: Wie fügt sich das Gebäude in den städtebaulichen Kontext von Odense ein?
Hasløv: Das Gebäude ist in der Höhe abgestuft, um sich der Umgebung anzupassen. Die Fassade aus rötlichem Recycling-Aluminium nimmt Bezug auf die traditionelle Ziegelarchitektur der Stadt. Es ist ein modernes Gebäude, das dennoch an seinem Standort tief verwurzelt wirkt.

WoodHub, C.F. Møller Architects - Q&A zu WoodHub mit Thue Borgen Hasløv - C.F. Møller. Photo: Rasmus Hjortshøj

F: Wie wird das Wohlbefinden im Design berücksichtigt?
Hasløv: Natürliches Licht, sichtbares Holz und grüne Außenbereiche tragen wesentlich dazu bei. Das zentrale Atrium soll Begegnungen und den Wissensaustausch fördern, während Gärten und Terrassen über den Tag verteilt Rückzugsmöglichkeiten bieten.

 

F: Welche Rolle spielt das Grün im Projekt?
Hasløv: Wir betrachten die Natur als integralen Teil des Arbeitsplatzes. Innenhöfe und Dachterrassen fördern die Biodiversität und schaffen informelle Bereiche für Austausch und Entspannung. Dies bereichert das tägliche Erleben der Nutzer spürbar.

 

F: Was sagt WoodHub über die Zukunft öffentlicher Gebäude aus?
Hasløv: Es setzt neue Maßstäbe. Öffentliche Gebäude können gleichzeitig klima- und menschenfreundlich sowie architektonisch ausdrucksstark sein. WoodHub zeigt, dass sich diese Ziele gegenseitig verstärken, statt im Widerspruch zueinander zu stehen.

 

Projektbeschreibung
Medienpaket
Interview: Die Gestaltung von WoodHub

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