Wie entscheiden Sie, was erhalten und was verändert werden soll?
Transformation ist immer eine Frage der Priorisierung. Wir konzentrieren uns darauf, zu identifizieren, was architektonischen, kulturellen und erlebnisbezogenen Wert schafft. Einige Elemente sind wesentlich, weil sie die Geschichte des Ortes erzählen. Andere können angepasst werden, um neue Nutzungen zu unterstützen. Das Ziel ist nicht, alles zu erhalten, sondern das zu bewahren, was wichtig ist.
Welche Rolle spielen die neuen Interventionen?
Zwei architektonische Interventionen spielen eine besonders wichtige Rolle im Museumserlebnis. Die erste ist eine neue Haupttreppe, die die Besuchenden vom Foyer ins Erdgeschoss führt. In der Foyerwand wurde eine Öffnung geschaffen, die einen Sitzsockel bildet und Blicke zur Kasse und zur MINDwalk-Treppe freigibt. Die zweite Intervention ist die MINDwalk-Treppe selbst, die das Erdgeschoss mit dem Untergeschoss und in Zukunft mit den ehemaligen Verbindungstunneln unter dem Krankenhauskomplex verbindet, in denen MINDwalk geplant ist. Zusammen schaffen diese Interventionen neue räumliche Verbindungen und Erlebnisse und verstärken gleichzeitig die museale Erzählung über den Geist, das institutionelle Leben und die verborgenen Geschichten unter dem Krankenhaus.
Was können Transformationsprojekte vom MIND Museum lernen?
Eine der wichtigsten Erkenntnisse ist, dass bestehende Gebäude nicht als Einschränkungen betrachtet werden sollten. Sie enthalten kulturelles Gedächtnis, räumliche Qualitäten und materielle Ressourcen, die zu Treibern von Innovation werden können. Oft ist die wirkungsvollste architektonische Idee nicht das, was wir hinzufügen, sondern das, was wir enthüllen.