In das neue Gebäude, das so genannte Campus-Tor, soll als Hauptnutzer das Berufskolleg für Technik und Gestaltung (btg) einziehen, das über 2.500 Schülerinnen und Schüler in Bereichen wie Ingenieurwesen, Medien und Design auf den Berufseinstieg und weitere Bildungsgänge vorbereitet. Die Schule pflegt enge Verbindungen insbesondere zur Industrie und zum Handwerk und spielt eine zentrale Rolle in der regionalen Fachkräfteentwicklung.
Neben dem btg sind weitere Nutzungen für das zentrale Campus-Gebäude geplant: Die Industrie- und Handelskammer will Räume mieten, zudem wird an neuen Angeboten wie einem Maker Space, einer Campus-Gastronomie sowie einem Kompetenzzentrum für berufliche Orientierung gearbeitet.
„Wir entwickeln mit diesem Gebäude das Tor zum Gelsenkirchener Bildungs- und Innovationscampus, der zu einem Markenzeichen unserer Stadt wird“, so Andrea Henze weiter. „Mit dem Campus erhöhen wir die Sichtbarkeit von beruflicher Bildung und Innovationsförderung und verbessern unser Angebot. Vor allem aber müssen wir heute sagen: Mit dem Bau des jetzt vorliegenden Siegerentwurfs setzen wir einen bedeutenden städtebaulichen Akzent.“
Die Stadt Gelsenkirchen hatte einen Architektur-Wettbewerb zur Umsetzung der ambitionierten Planungen ausgeschrieben. Über 40 Teams nahmen an dem Wettbewerb teil, aus dem schließlich nach einem mehrstufigen Verfahren C.F. Møller Architects mit Hauptsitz im dänischen Aarhus als Sieger hervorging.
„Der Entwurf von C.F. Møller Architects hat uns durch seine architektonische Qualität, sein klares städtebauliches Konzept und seine Fähigkeit, berufliche Bildung und öffentliches Leben zusammenzuführen, überzeugt“, so Gelsenkirchens Stadtbaurat Christoph Heidenreich. „Der Entwurf schafft beides: einen für die Stadtgesellschaft offenen Ort, an dem aber auch das einziehende Berufskolleg btg eine starke Identität erhält.“
Herzstück des von C.F. Møller Architects entworfenen Gebäudes soll ein offenes Erdgeschoss werden, das als zugänglicher „Anker“ in die Stadt und Stadtgesellschaft dienen soll. Öffentliche Nutzungsflächen wie Werkstätten, ein zentraler Campus-Treffpunkt und ein Haupteingang gruppieren sich – so sehen es die Baupläne vor – um ein großzügiges Foyer und ermöglichen Begegnungen und Interaktionen zwischen Studierenden, Besucherinnen und Besuchern sowie externen Partnern.
„Durch die Öffnung des Erdgeschosses und starke visuelle Verbindungen im gesamten Gebäude schaffen wir eine transparente und einladende Lernumgebung. Die oberen Geschosse bieten spezialisierte Unterrichtsbereiche kombiniert mit flexiblen Zonen, die unterschiedliche Lernformate und interdisziplinäre Zusammenarbeit unterstützen“, sagt Julian Weyer, Partner und Architekt bei C.F. Møller Architects.
„Der Siegerentwurf passt fast perfekt zu dem, was wir im Berufskolleg für Technik und Gestaltung anstreben“, erklärt Dr. Uwe Krakau, Leiter des btg. „Wir wollen die Schülerinnen und Schülern in den unterschiedlichen Bildungsgängen die Chance zu einem weitgehend selbstbestimmten Lernen bieten und sie dabei optimal unterstützen. Das wird in diesen Räumen sehr gut möglich sein.“