Der Bildungs- und Innovationscampus (BIC) nimmt Gestalt an - C.F. Møller. Photo: C.F. Møller Architects
Der Bildungs- und Innovationscampus (BIC) nimmt Gestalt an - C.F. Møller. Photo: C.F. Møller Architects
1.6.2026

Der Bildungs- und Innovationscampus (BIC) nimmt Gestalt an

Stadt Gelsenkirchen und C.F. Møller Architects präsentiert Siegerentwurf für das neue Tor zum Campus

 

Gelsenkirchens Bildungsoffensive tritt in die nächste Phase ein: Nachdem seit einigen Monaten bereits die Bagger auf dem Gelände des künftigen Bildungs- und Innovationscampus (BIC) zum Bau des neuen Schwimmbads rollen, hat die Stadt am heutigen Montag (1. Juni) den Siegerentwurf für das erste zentrale Bildungs- und Innovationsgebäude auf dem Campus vorgestellt.

 

„Mit dem heutigen Tag gehen wir den nächsten wichtigen Schritt, um die Angebote der beruflichen Bildung sowie die Wirtschafts- und Innovationsförderung in unserer Stadt enger zu verzahnen und qualitativ auf ein ganz neues Level zu heben“, sagt Gelsenkirchens Oberbürgermeisterin Andrea Henze.


„Die enge Zusammenarbeit der Stadt mit Partnern aus Bildung, Wissenschaft und Wirtschaft wird künftig an diesem prominenten Ort in der nördlichen City ein neues Zuhause haben. Und ich freue mich sehr, dass wir jetzt wissen, wie dieses Zuhause aussieht!“.

Julian Weyer, partner & architect, C.F. Møller Architects - Der Bildungs- und Innovationscampus (BIC) nimmt Gestalt an - C.F. Møller. Photo: Mew

In das neue Gebäude, das so genannte Campus-Tor, soll als Hauptnutzer das Berufskolleg für Technik und Gestaltung (btg) einziehen, das über 2.500 Schülerinnen und Schüler in Bereichen wie Ingenieurwesen, Medien und Design auf den Berufseinstieg und weitere Bildungsgänge vorbereitet. Die Schule pflegt enge Verbindungen insbesondere zur Industrie und zum Handwerk und spielt eine zentrale Rolle in der regionalen Fachkräfteentwicklung.
Neben dem btg sind weitere Nutzungen für das zentrale Campus-Gebäude geplant: Die Industrie- und Handelskammer will Räume mieten, zudem wird an neuen Angeboten wie einem Maker Space, einer Campus-Gastronomie sowie einem Kompetenzzentrum für berufliche Orientierung gearbeitet.


„Wir entwickeln mit diesem Gebäude das Tor zum Gelsenkirchener Bildungs- und Innovationscampus, der zu einem Markenzeichen unserer Stadt wird“, so Andrea Henze weiter. „Mit dem Campus erhöhen wir die Sichtbarkeit von beruflicher Bildung und Innovationsförderung und verbessern unser Angebot. Vor allem aber müssen wir heute sagen: Mit dem Bau des jetzt vorliegenden Siegerentwurfs setzen wir einen bedeutenden städtebaulichen Akzent.“
Die Stadt Gelsenkirchen hatte einen Architektur-Wettbewerb zur Umsetzung der ambitionierten Planungen ausgeschrieben. Über 40 Teams nahmen an dem Wettbewerb teil, aus dem schließlich nach einem mehrstufigen Verfahren C.F. Møller Architects mit Hauptsitz im dänischen Aarhus als Sieger hervorging.


„Der Entwurf von C.F. Møller Architects hat uns durch seine architektonische Qualität, sein klares städtebauliches Konzept und seine Fähigkeit, berufliche Bildung und öffentliches Leben zusammenzuführen, überzeugt“, so Gelsenkirchens Stadtbaurat Christoph Heidenreich. „Der Entwurf schafft beides: einen für die Stadtgesellschaft offenen Ort, an dem aber auch das einziehende Berufskolleg btg eine starke Identität erhält.“
Herzstück des von C.F. Møller Architects entworfenen Gebäudes soll ein offenes Erdgeschoss werden, das als zugänglicher „Anker“ in die Stadt und Stadtgesellschaft dienen soll. Öffentliche Nutzungsflächen wie Werkstätten, ein zentraler Campus-Treffpunkt und ein Haupteingang gruppieren sich – so sehen es die Baupläne vor – um ein großzügiges Foyer und ermöglichen Begegnungen und Interaktionen zwischen Studierenden, Besucherinnen und Besuchern sowie externen Partnern.


„Durch die Öffnung des Erdgeschosses und starke visuelle Verbindungen im gesamten Gebäude schaffen wir eine transparente und einladende Lernumgebung. Die oberen Geschosse bieten spezialisierte Unterrichtsbereiche kombiniert mit flexiblen Zonen, die unterschiedliche Lernformate und interdisziplinäre Zusammenarbeit unterstützen“, sagt Julian Weyer, Partner und Architekt bei C.F. Møller Architects.
„Der Siegerentwurf passt fast perfekt zu dem, was wir im Berufskolleg für Technik und Gestaltung anstreben“, erklärt Dr. Uwe Krakau, Leiter des btg. „Wir wollen die Schülerinnen und Schülern in den unterschiedlichen Bildungsgängen die Chance zu einem weitgehend selbstbestimmten Lernen bieten und sie dabei optimal unterstützen. Das wird in diesen Räumen sehr gut möglich sein.“

 

Der Bildungs- und Innovationscampus (BIC) nimmt Gestalt an - C.F. Møller. Photo: C.F. Møller Architects

Holz-Hybridkonstruktion
Die vorgesehene Konstruktion des Neubaus basiert überwiegend auf einem Holz-Hybridsystem, das sowohl im Innenraum als auch in der Fassade sichtbar bleiben soll. Staffelartige Terrassen sollen sich harmonisch in das Stadt-Umfeld einfügen und zugleich zugängliche Außenräume schaffen. Balkone und begrünte Bereiche zur Förderung des gemeinsamen Lernens und sozialer Interaktionen sind ebenso vorgesehen.
Die Außenräume sollen durch grüne Inseln, bepflanzte Zonen und offene Wege in das Campusdesign integriert werden, um die Orientierung zu verbessern und die Gebäude miteinander zu verbinden. Werkstätten im Erdgeschoss werden so geplant, dass sie sich zu diesen Bereichen öffnen und flexible Nutzungen sowie eine stärkere Verbindung zwischen Campus und Stadt ermöglichen sollen.


Eine neue Sporthalle, die ebenfalls als Holz-Hybridkonstruktion konzipiert wird, ergänzt künftig den Campus und soll gemeinsam mit dem angrenzenden Zentralbad die Verbindung zwischen Bildung, Sport und öffentlicher Nutzung stärken.
„Das Projekt vereint Bildung, öffentliches Leben und urbane Vernetzung in einem gemeinsamen Rahmen und schafft so einen zeitgemäßen Campus für berufliche Ausbildung und Innovation“, sagt Julian Weyer.


„Wir sind sehr froh darüber und auch stolz darauf, einen so attraktiven und überzeugenden Siegerentwurf zu erhalten“, sagt Bastian Scholz, technischer Geschäftsführer der Gelsenkirchener Entwicklungsgesellschaft mbH. Allerdings habe sich der Beitrag von C.F. Møller Architects im Wettbewerb auch gegen weitere starke Entwürfe durchsetzen müssen.


Ausstellung der Wettbewerbsbeiträge
Die Wettbewerbsbeiträge der letzten Auswahlrunde werden in einer von der Stadt Gelsenkirchen organisierten Ausstellung präsentiert. Die Ausstellung zeigt Präsentationstafeln und Modelle von fünf Architekturbüros und ist vom 1. Juni an im Hans-Sachs-Haus, Ebertstraße 11, Gelsenkirchen, zu sehen. Der Eintritt ist frei.

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