Im Zentrum des Konzepts steht der Paul-Nevermann-Platz, der als neuer verkehrsberuhigter Stadtraum und zentraler Treffpunkt für Altona gedacht ist. Der Platz stärkt die Ost-West-Verbindungen zwischen den prägenden Straßenräumen und schafft Raum für öffentliches Leben, Märkte und alltägliche Aktivitäten. Im Norden wird ein neuer Busbahnhof in die S-Bahn-Trasse integriert, um einen effizienten Umstieg bei möglichst geringen Eingriffen in die bestehende Struktur zu gewährleisten.
Darüber hinaus ordnet der Entwurf zentrale Mobilitätsachsen neu, mit klarer Priorität für Fußgängerinnen, Fußgänger sowie Radfahrende, während Service- und Lieferverkehre gebündelt werden. Eine durchgehende Grünstruktur verbindet das Gebiet von Norden nach Süden und verknüpft urbane Räume mit einem neuen linearen Park entlang der ehemaligen Gleisanlagen.
Ein vielfältiger Nutzungsmix bildet die Grundlage für ein lebendiges urbanes Umfeld, in dem Wohnen, gewerbliche Nutzungen und öffentliche Programme miteinander kombiniert werden. Flexible Gebäudestrukturen und aktiv bespielte Erdgeschosszonen tragen zur Urbanität bei, während neue Wohnungen und Arbeitsplätze auf die zukünftigen Anforderungen des Standorts reagieren.
Landschafts- und Nachhaltigkeitsstrategien sind integraler Bestandteil des Entwurfs. Klimaresiliente Lösungen umfassen umfangreiche Baumpflanzungen, wassersensible Oberflächen, Regenwassermanagement sowie biodiversitätsfördernde Grünflächen, die gemeinsam zu einem widerstandsfähigen und lebenswerten Stadtquartier beitragen.
Die Jury hob insbesondere die gut proportionierten städtischen Räume, die starken Verknüpfungen mit den umliegenden Quartieren sowie das Potenzial des Entwurfs hervor, eine neue Identität für das Zentrum Altonas zu schaffen.