C.F. Møller Architects und VOGT gestalten die Zukunft von Hamburg-Altona - C.F. Møller
C.F. Møller Architects und VOGT gestalten die Zukunft von Hamburg-Altona - C.F. Møller
21.4.2026

C.F. Møller Architects und VOGT gestalten die Zukunft von Hamburg-Altona

C.F. Møller Architects und VOGT Landschaftsarchitekten wurden als eines von zwei Gewinnerteams im internationalen Ideenwettbewerb zur Transformation des Bahnhofsareals Hamburg-Altona ausgewählt. Das Projekt markiert einen bedeutenden Schritt bei der Neudefinition eines zentralen Teils der Stadt, im Zuge der geplanten Verlagerung des Fernbahnhofs nach Diebsteich im Jahr 2029.

 

Der Wettbewerb, ausgelobt von der Freien und Hansestadt Hamburg und begleitet von einer umfassenden Öffentlichkeitsbeteiligung, setzt den Rahmen für die langfristige Entwicklung eines neuen Stadtquartiers an der Schnittstelle zwischen Altona und Ottensen. Mehr als 1.000 Bürgerinnen und Bürger haben sich in den Prozess eingebracht und damit die Bedeutung des Ortes für die lokale Gemeinschaft unterstrichen.


Der Entwurf von C.F. Møller Architects und VOGT basiert auf einem robusten und anpassungsfähigen städtebaulichen Rahmen. Vorgesehen ist eine Abfolge miteinander verbundenen, zugleich jedoch unabhängig voneinander entwickelbaren Elementen – darunter ein neuer zentraler Platz, Grünräume, gemischt genutzte Gebäude sowie ein neu organisierter Busbahnhof. Der Entwurf reagiert sensibel auf die umgebende Stadtstruktur, orientiert sich bei Gebäudehöhen und Maßstäblichkeit am bestehenden Kontext und setzt zugleich gezielte städtebauliche Akzente.

C.F. Møller Architects und VOGT gestalten die Zukunft von Hamburg-Altona - C.F. Møller

Im Zentrum des Konzepts steht der Paul-Nevermann-Platz, der als neuer verkehrsberuhigter Stadtraum und zentraler Treffpunkt für Altona gedacht ist. Der Platz stärkt die Ost-West-Verbindungen zwischen den prägenden Straßenräumen und schafft Raum für öffentliches Leben, Märkte und alltägliche Aktivitäten. Im Norden wird ein neuer Busbahnhof in die S-Bahn-Trasse integriert, um einen effizienten Umstieg bei möglichst geringen Eingriffen in die bestehende Struktur zu gewährleisten.


Darüber hinaus ordnet der Entwurf zentrale Mobilitätsachsen neu, mit klarer Priorität für Fußgängerinnen, Fußgänger sowie Radfahrende, während Service- und Lieferverkehre gebündelt werden. Eine durchgehende Grünstruktur verbindet das Gebiet von Norden nach Süden und verknüpft urbane Räume mit einem neuen linearen Park entlang der ehemaligen Gleisanlagen.


Ein vielfältiger Nutzungsmix bildet die Grundlage für ein lebendiges urbanes Umfeld, in dem Wohnen, gewerbliche Nutzungen und öffentliche Programme miteinander kombiniert werden. Flexible Gebäudestrukturen und aktiv bespielte Erdgeschosszonen tragen zur Urbanität bei, während neue Wohnungen und Arbeitsplätze auf die zukünftigen Anforderungen des Standorts reagieren.


Landschafts- und Nachhaltigkeitsstrategien sind integraler Bestandteil des Entwurfs. Klimaresiliente Lösungen umfassen umfangreiche Baumpflanzungen, wassersensible Oberflächen, Regenwassermanagement sowie biodiversitätsfördernde Grünflächen, die gemeinsam zu einem widerstandsfähigen und lebenswerten Stadtquartier beitragen.

 

Die Jury hob insbesondere die gut proportionierten städtischen Räume, die starken Verknüpfungen mit den umliegenden Quartieren sowie das Potenzial des Entwurfs hervor, eine neue Identität für das Zentrum Altonas zu schaffen.

Julian Weyer, partner & architect, C.F. Møller Architects - C.F. Møller Architects und VOGT gestalten die Zukunft von Hamburg-Altona - C.F. Møller. Photo: Mew

Julian Weyer, Partner und Architekt bei C.F. Møller Architects, sagt:


„Die starke öffentliche Beteiligung an diesem Projekt zeigt sehr deutlich, wie wichtig dieser Ort für die Menschen in Altona ist. Wir sehen es als unsere Verantwortung, auf diesen Beiträgen aufzubauen und sie in eine schlüssige städtebauliche Struktur zu übersetzen. In der nächsten Phase werden wir den Entwurf weiter vertiefen – mit einem besonderen Fokus auf die alltägliche Nutzung, die Zugänglichkeit und auf Räume, die für die lokale Gemeinschaft einladend und relevant sind.“


Die beiden ausgewählten Beiträge werden nun weiterentwickelt und auf ihre Umsetzbarkeit hin geprüft. Sie bilden die Grundlage für einen künftigen Rahmenplan. Im Anschluss folgen die vertiefte Planung sowie weitere Wettbewerbe für Gebäude, öffentliche Räume und Infrastrukturen. Der Baubeginn wird für die frühen 2030er Jahre erwartet.


Bereits 2018 gewann C.F. Møller Architects den internationalen Wettbewerb für den neuen Fernbahnhof Hamburg-Altona.

 

Pressemitteilung Hamburg
Projektbeschreibung

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