Das Projekt nutzt ein begrenztes Grundstück und eine knapp bemessene Geschossflächenzahl, indem ein einfacher, rechteckiger Baukörper unter Satteldach in die Baulücke zur Straße Strandboulevarden eingefügt wird. Der Entwurf schafft einen räumlichen und funktionalen Zusammenhang zwischen Neubau und Bestand und führt zugleich Maßstab und Charakter des Quartiers in einer zeitgemäßen Architektursprache fort.
Das bis zu fünf Geschosse hohe Gebäude beherbergt überwiegend Dreizimmerwohnungen mit rund 90 m² sowie einige größere Wohnungen. Vier Treppenhäuser erschließen die Wohnungen, während ein Tordurchgang im Erdgeschoss die Straße mit dem Innenhof verbindet. Hinzu kommen ein Kellergeschoss und ein integrierter Müllraum. Im Bereich der obersten Wohnungen gliedern Gauben die Dachfläche und unterstreichen die klassische Silhouette. So fügt sich der Neubau mit einem eigenständigen Charakter in die bestehende Umgebung ein.
Die Fassaden werden in rotem Ziegelmauerwerk mit zurückspringenden Fugen und einer regelmäßigen Fensteranordnung ausgeführt. Rote Dachziegel und oxidrote Metalldetails verbinden Balkone, Geländer, Fensterzargen, Dachrinnen, Fallrohre und Lüftungsgitter zu einer konsequenten Materialität. Ein schmales, stahlverkleidetes Übergangselement markiert den Übergang zwischen Neubau und Bestand.
Der Innenhof wird als gemeinschaftlicher Aufenthaltsbereich mit Kieswegen, bepflanzten Zonen sowie Klinker- und Betonbelägen entlang der Gebäude gestaltet. Die Freianlagen dienen zudem der Regenwasserbewirtschaftung bei Starkregenereignissen, während eine vielfältige Bepflanzung die Biodiversität im dicht bebauten städtischen Umfeld fördert. Der Fahrradunterstand erhält ein Sedumdach.
Das Projekt verwendet CO2-reduzierte Ziegel und vorgefertigte Bauelemente. Die Vorfertigung strukturiert den Bauablauf mit dem Ziel, Verschnitt und Bauzeit zu reduzieren.